Hybrid Phono Vorverstärker  
Die Schaltung Die Eingangsstufe des Vorverstärkers besteht aus einem njFet und einem bipolaren PNP-Transistor in einer Sziklai- Konfiguration. R14 steuert den Ruhestrom der Eingangsstufe. R9 und R10 verteilen den Ruhestrom auf die beiden Transistoren. Beide Eingangstransistoren werden von der ersten Triode kaskodiert. Der ECC88 ist für den Kaskodenbetrieb mit einer vorgegebenen Triode für die Kaskodierung ausgelegt. Die 9-V-Batterie am Gitter der kaskodierenden EC(C)88 hebt deren Kathodenspannung auf 11,2 V an. Im Gegensatz zu einem konventionellen Spannungsteiler ist die chemisch generierte Spannung der Batterie frei von Störspannung. Die einzige Belastung ist der winzige Gitterleckstrom. Der Eingangsstufe folgt ein passives RIAA Netzwerk und eine zweite spannungsverstärkende Triode am Ausgang. MC step-up Tansformatoren habe ich ausgeschlossen. In einem single-ended Design würde der Basisstrom eines bipolaren Eingangs-Transistors den Kern vormagnetisieren. Bei einem jFET könnte die Eingangskapazität zu einem Problem werden. Die Eingangskapazität des 2SK369 jFet beträgt 90pf. Wird zum Beispiel ein 1:8 step-up Transformator verwendet, steigt die reflektierte Eingangskapazität Cin auf 5760pF. Abb. 1: Schaltplan des Hybrid-Phono-Vorverstärkers. Alle Ströme und Spannungen sind der LT SPICE-Simulation entnommen Sowohl der Lastwiderstand R3 als auch der Gitterableitwiderstand R4 sind RIAA-kritisch. Einzelheiten zum Aufbau des RIAA-Entzerrungsnetzwerks einschließlich einer Präzisions-Anti-RIAA-Schaltung für SPICE-Simulationen sind auf der Laborseite beschrieben. Die Ausgangsstufe umfasst die zweite Triode in einer einfachen Kathodenbasis- schaltung. Der Bypass-Kondensator C3 verhindert die durch den Kathodenwiderstand R5 induzierte Stromgegenkopplung. Dadurch erhöht C3 die Verstärkung und senkt die Ausgangsimpedanz der zweiten Stufe. C3 kann jedoch auch weggelassen werden, wenn er nicht benötigt wird. R1 symbolisiert die Lautstärkeregelung. Mögliche Einschränkungen dieses puristischen Designs sind Kein Schutz des MC-Tonabnehmers bei Front-End-Fehlfunktionen Der unsymmetrische Eingang ist anfälliger für Brummeinstreuungen und Störspannungen Der Anodenwiderstand der ECC88 beträgt etwa 3 kOhm. Dies entspricht in etwa der Ausgangsimpedanz und schränkt die Fähigkeit ein, niederohmige oder kapazitive Lasten zu treiben. Ist die Ausgangsimpedanz der zweiten Stufe unzureichend, kann der Impedanzwandler dieser Website nachgeschaltet werden, um lange Kabel oder kritische Lasten zu treiben.   
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